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Herr Dr. med. Matthias Richter ist niedergelassener Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Praxis in Lemgo. Er beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit dem Thema "AVWS bei Kindern". Herr Dr. med. M. Richter ist der Leiter der Arbeitsgruppe 2 unseres Projektes. Durch diese Kooperation entstehen Impulse, die sich auch in der täglichen Arbeit des Arztes wiederspiegeln. Die Darstellung einiger dieser Erfahrungen sind Inhalt dieser Seite, deren redaktionelle Ausgestaltung durch den Projektleiter vorgenommen wurde. 1.) Vorsorge Eltern haben im Rahmen der freiwilligen Kinder-Vorsorgeuntersuchungen die Möglichkeit, Fehlentwicklungen ihres Kindes frühzeitig diagnostizieren zu lassen. Die Früherkennung ist Voraussetzung für eine rasche Intervention. Unterstützen können die Eltern das Prinzip der Früherkennung, in dem sie durch gezielte Eigenbeobachtung ihres Kindes Rückmeldungen über mögliche Hörstörungen an den Pädiater geben. Hierfür hält der Pädiater es eine kleine Broschüre bereit; herausgegeben vom Berufsverband der Ärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin Deutschlands e.V. Die Broschüre, die es übrigens auch in Englisch, Französich, Italienisch, Spanisch, Griechisch, Kroatisch, Russisch und Türkisch gibt, enthält Items zur Beobachtung der Hörfähigkeit von U 3 bis U 8. Die zeitliche Abfolge der Vorsorgeuntersuchungen im Kindes-und Jugendalter:
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kindervorsorgeuntersuchung
Herr Dr. med. M. Richter in seinem Fragebogen eine Punktebewertung vorgenommen, um Kriterien für den Einsatz einer pädaudiologischen Intervention definieren zu können. Die Bandbreite der Punkteverteilung pro Item reicht von 1 - 4. Bei 15 Items ergibt sich eine Maximalpunktzahl von 60 Punkten. Beachten Sie bitte, dass die Wertigkeit der Punktzahl von 1-4 je nach Item variiert: ( 1 - 4; 4 - 1) . Bei 100 Kindern ist der Fragebogen von den Eltern ausgefüllt und anschließend statistisch ausgewertet worden. Diagramm 1: Differenzierung nach Altersgruppen: 4 - 9 jährige Kinder und 10 - 15 jährige Kinder ![]() Diagramm 2: Keine Differenzierung nach Altersgruppen ![]() Intervention des Pädiaters: Eine weitergehende Diagnostik im Bereich AVWS würde bei einer Punktzahl < 46-50 vorgenommen werden.
3.) Durchführungsobjektivität Für die Durchführung eines standardisierten Testverfahrens ist u.a. die Einhaltung der Durchführungsobjektivität notwendig. Herr Dr. med. M. Richter verfügt über ein Gerät zur Schalldruckmessung. Bei mehreren Probanden wurde der Mottier-Test unter verschiedenen Schalldruckstärken durchgeführt. Das folgende Diagramm zeigt deutlich die quantitative Abhängigkeit der reproduzierten Sinnlos-Silben von der Schallintensität. ![]() Je größer der Schalldruck, desto mehr Items des Mottier-Tests werden richtig wiedergegeben Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Ergebnissen des nächsten Testverfahrens, das Herr Dr. med. Richter ebenfalls zur Diagnose in seiner pädiatrischen Praxis einsetzt. ![]() 4.) Überprüfung des Arbeitsspeichers Herr Dr. med. Richter hat bei den Vorsorgen U8 und U9 in einer Kurzserie das Wiederholen von 3 und 4 Ziffern überprüft (ähnlich dem Kramer-Test) und entsprechend ausgewertet.
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