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Bisher bleibt festzustellen, dass...
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es junge Erwachsene mit einer bestehenden AVWS-Problematik gibt, die im Schulsystem entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung gefördert werden müssen. Hier nimmt die Schule für Hörgeschädigte ihren Bildungsauftrag wahr. |
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die (bisher) größere Zahl von Schülerinnen und Schülern mit in der Vergangenheit diagnostizierter Fehlhörigkeit/Wahrnehmungsstörung keine AVWS im Sinne des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Forschung aufweist. Es kann auch ausgeschlossen werden, dass in der Vergangenheit eine auditive Wahrnehmungsstörung vorlag, die sich im Sinne des Eingangszitates ausgewachsen" hat, denn die Probleme der Betroffenen bestehen in dem Sinne weiter fort, dass sie sich um Aufnahme in einer Sonderschule der Sekundarstufe II bemühen. Wenn es Schülerinnen und Schüler mit ausgewachsener" AVWS-Problematik geben sollte, dann treten sie konsequenterweise in einer sonderpädagogischen Einrichtung der Sekundarstufe II nicht in Erscheinung. Vor allem die Jugendlichen mit nicht einfach zu bestimmenden Behinderungsbildern fallen leicht durch die Raster des Schulsystems. Sie und ihre Eltern stehen den diagnostischen Bemühung zu Beginn der Sekundarstufe II deshalb durchaus auch skeptisch gegenüber. Oft stand die Diagnose Fehlhörigkeit" oder auditive Wahrnehmungsstörung" am Ende intensiver Bemühungen, vor allem der Eltern, ihren Kindern bei deren Lern- oder Verhaltensschwierigkeiten hilfreich zur Seite zu stehen. Mit dem Attribut hörgeschädigt" ließen sich manche Besonderheiten ihrer Kinder sozialverträglich begründen. Die Einrichtungen für Hörgeschädigte standen als Ansprechpartner im Bildungssystem zur Verfügung. Um so verständlicher erscheint es, dass die Eltern und jungen Erwachsenen zutiefst verunsichert sind, wenn sie gezwungen werden, neue Wege zu finden, im Bildungs- und Ausbildungssystem Fuß zu fassen, gerade auch, weil die institutionellen Ansprechpartner nicht bekannt sind.
Auch wenn diese Umstände oft sehr bedauerlich sind, so handelt es sich eher um Probleme eines unzureichend vernetzten Diagnose-, Therapie- und Bildungssystems. Interdisziplinäre Foren wie die Initiative avws-bei-kindern sind dringend zur Lösung dieser Probleme erforderlich. Systemimmanente Lösungsversuche innerhalb von Hörgeschädigteneinrichtungen erscheinen nicht sinnvoll.
Letztlich sehe ich an der AVWS-Problematik 3 Aspekte der Arbeit, die sich im folgenden Bild wie folgt darstellen lassen:
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In diesem Sinne werden wir die Entwicklung weiter dokumentieren und zu gegebener Zeit an dieser Stelle darüber berichten.
Christoph Hatwig, Lehrer für Sonderpädagogik am Rheinisch-Westfälischen Berufskolleg für Hörgeschädigte Essen
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